Ängste, Sorgen und Unruhe

Ängste, Sorgen und Unruhe

14. Oktober 2020 0 Von Ines
Lesezeit 5 Minuten

Ein Beitrag über Ängste, Unsicherheiten und Sorgen.

(inklusive Meditation)

Ein Weg mit Ängsten, Sorgen und Unruhe in der heutigen Zeit umzugehen und sie gleichfalls zu transformieren

Manche Menschen spüren es jetzt ganz deutlich, Andere eher unterschwellig und wieder Andere nehmen von all dem gar nichts wahr. Diese Zeit- und dabei besonders die letzten Monate- holt in uns viele Ängste und Sorgen hoch. Obwohl sie schon lange in uns schlummern, haben wir uns ihnen bisher nie gestellt.

Ob Corona, Wirtschaftskrise, Flüchtlingsströme, Klimawandel und/ oder familiäre Sorgen und Ängste – immer wird Angst Gefühle der Ohnmacht und Wut in uns auslösen. Sie beeinflussen unser Wohlbefinden und v.a. nebenher auch unser Immunsystem. Was die Naturmedizin schon seit vielen Jahrhunderten weiß, streitet nun inzwischen auch die Schulmedizin nicht mehr ab.

Dabei zeigt sich Angst auf ganz unterschiedliche Arten. So gibt es z.B.

Angst
  • Die Angst nicht genug zu sein (wohl die Häufigste!)
  • Die Angst zu versagen
  • Angst Fehler zu machen
  • Die Angst nicht gemocht oder geliebt zu werden
  • Angst vor dem Alleinsein
  • Flugangst, Höhenangst oder sonstige Phobien
  • Die Angst sich zu blamieren
  • Angst die Wahrheit zu sagen
  • Die Angst krank zu werden
  • Die Angst vor dem Sterben

um nur Einige zu nennen

In vielen von uns schlummert mindestens eine dieser Ängste,

doch wir sind Weltmeister im Verdrängen solcher und ähnlich unangenehmer Gefühle. Manche von uns haben es so weit geschafft, dass sie ihre Ängste nicht einmal mehr bemerken.

Wir können uns permanent ablenken oder ablenken lassen, diese Entscheidung liegt bei uns. Sie wird uns allerdings zu noch mehr Ohnmacht und Wut und damit zu Krankheit und Leid verhelfen. Und ob das ein lebenswertes Ziel ist wage ich zu bezweifeln. So werden die Schuldigen immer im Außen gesucht, folglich werden wir immer unzufriedener und tragen diese Energie in unser Umfeld und in diese Welt.

All die Ängste entstehen durch Gedanken in unserem Kopf

sowie durch Konditionierungen, die wir in unserer Kindheit und in weiteren Erfahrungen in unserem Leben gemacht haben.

Ich denke, wir haben alle in dieser bewegenden Zeit – und das ist erst der Anfang (!) – die Aufgabe, endlich selbst die Verantwortung für unser Denken zu übernehmen.

Wir tragen so viele falsche Erwartungen, Zweifel, Ärger, Unsicherheiten und Erlebnisse, die wir „nicht verzeihen können“ mit uns herum. All das lässt uns entsprechend Gedanken denken, die uns das Leben schwer machen. Manche von uns haben sich schon so daran gewöhnt, dass es für sie „normal“ erscheint.

Das wäre nicht so schlimm, wenn die Gedanken keinen Einfluss auf unser Leben hätten. Aus Gedanken entstehen Gefühle, wie Du aus einem meiner früheren Artikel entnehmen konntest. Und mit dem Gefühl, welches Du in Dir hast und welches Du somit auch aussendest beeinflusst Du Dein Umfeld!

Verantwortung für das eigene Denken heißt,

sich der Gedanken zuerst einmal bewusst zu werden. Was denke ich eigentlich? Welche „Geschichten“ erzähle ich mir selbst und kommen diese Gedanken von mir oder sind sie sogar von jemand Anderen oder aus den Medien?

Um das zu erforschen müssen wir in den gegenwärtigen Augenblick kommen. Denn all zu oft sind wir mit unseren Gedanken in der Zukunft, die ja noch gar nicht da ist.

Eckardt Tolle (ein spiritueller Lehrer) sagt, wenn irgendwo eine Spaltung oder Schwierigkeiten in dein Leben kommen, ist das ein Zeichen, noch intensiver in den gegenwärtigen Moment zu kommen. Das ist immer der erste Schritt. Denn gerade in Schwierigkeiten wird Dein Geist alle möglichen Gedanken entwickeln und eben daraus seine „Geschichten“ und Gefühle hervorrufen.

Der gegenwärtige Moment- Das Jetzt

ist ein Ort/ Zeit/ Raum in dem Du

die Stille

Geborgenheit

die Ruhe

und die Liebe in Dir selbst finden kannst.

Je nachdem wie lange Du Dich darin aufhälst. Ein Ort/ Zeit/ Raum in dem alles gut ist! Du wirst immer wieder feststellen, dass der gegenwärtige Moment in den seltensten Fällen etwas mit Ängsten, Sorgen oder Unruhen zu tun hat.

Eckhardt Tolle hat ein wunderbares Buch darüber geschrieben welches ich nur Jedem empfehlen kann: es heißt „Jetzt“.

In der Meditation kannst Du das „Jetzt“ erfahren. Dabei geht es zunächst einmal nicht darum störende Gedanken verschwinden zu lassen (das ist ein Prozess). Es ist ein Unterschied ob man sich mit diesen Gedanken identifizierst, oder ob man sie einfach nur als Gedanken bewusst wahrnimmt, ohne sich im Inhalt der Gedanken zu verlieren. Denn wir sind viel mehr als unsere Gedanken!

Ängste, Sorgen und Unruhe annehmen

So können wir lernen unsere Ängste und Sorgen einfach anzunehmen, im Jetzt zu fühlen und sie dann aber nicht mehr zu füttern. Stattdessen machen wir uns auf unseren ganz persönlichen Weg zu einem glücklichen Leben in Fülle.

Nur, wenn wir Innehalten finden wir Halt und unsere Mitte.

Innehalten

Die hochschwingende „Transformationszeit“ welche wir gerade alle erfahren zwingt uns regelrecht dazu und sie zeigt, dem Einen mehr- dem Anderen weniger (oft schmerzhaft) die wunden Punkte. Jeder ist selbst verantwortlich für sein Denken und somit für sein Fühlen, damit wiederum für sein Handeln. Niemand im Außen kann das für uns tun und wir können auch niemandem im Außen dafür schuldig sprechen.

Ehrlichkeit, Mitgefühl und (bedingungslose) Liebe sind in dieser Zeit mehr als wichtig. Wir können nicht darauf warten, dass die Anderen (weder unsere nahen Mitmenschen noch irgendwelche Politiker) eine Änderung einleiten. Wir müssen bei uns selbst beginnen. So „erwachen“ wir immer mehr, werden uns unseres Selbst bewusst und erkennen folglich die Angst (in welcher Form sie auch immer daherkommt) als eine Illusion. Erst dann können wir unsere Mitmenschen inspirieren.

In diesem Sinne hat jeder von uns die Verantwortung, für sein eigenes Leben und die Weiterentwicklung unserer Erde, zunächst bei sich selbst zu tragen. Auch wenn unser Ego uns etwas anderes vorgaukelt.

Also schau als Erstes in Dich selbst hinein und dann nach außen.

Es mag mitunter schwierig sein, weil einige von uns diesen Schritt nicht gehen wollen oder können. Letztendlich wird es Dir selbst aber ein Leben in Wohlbefinden bringen und die Erkenntnis des Sinns Deines Lebens. Schau mindestens einmal am Tag ganz tief und ehrlich in Dich hinein, halte inne (suche Dir eventuell auch Hilfe) und Du wirst trotz der Widrigkeiten im Außen die Geborgenheit in Dir selbst finden.

Ich wünsche jedem von uns mehr Erwachen und Erkenntnis und den Mut sein wahres Ich zu leben.

Hier habe ich wieder eine kleine Meditation für Dich, die Dir dabei helfen kann in den gegenwärtigen Moment zu kommen. Du kannst sie wie immer unter „kostenlose Downloads“ herunterladen.

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Bilder von Ines Domdey und Anemone123 auf Pixabay