Bist Du bereit für Veränderung?

Bist Du bereit für Veränderung?

23. April 2020 0 Von Ines
Lesezeit 4 Minuten

Überlegungen zu der Zeit mit Corona

Jede Krise im Leben soll uns etwas lehren. Vielleicht erinnerst Du Dich, dass nach einer persönlichen Krise immer eine Veränderung in Dein Leben kam. Je nachdem was Du daraus gemacht hast. Die Coronakrise betrifft uns nun alle gemeinsam. Es liegt an uns ob wir die Chance nutzen und unser aller Leben nun zum Positiven gestalten.

Seit dem Ausbruch von Covid-19 sind einige Wochen vergangen. So wie ich in meinem letzten Artikel zu diesem Thema geschrieben habe, hält uns die Coronakrise weiterhin auf Trab. Siehst Du die Krise auch als Chance zur Veränderung?

Corona beeinflusst unser Leben. Ob nun direkt oder indirekt. Auch wenn jetzt einige Lockerung in unseren Einschränkungen kommen werden. Wir haben gelernt, die einfachsten Dinge des Alltags mehr wertzuschätzen: Vom Klopapier bis hin zum sonst vielleicht so nervigen Besuch der Verwandtschaft die uns jetzt doch irgendwie fehlt. Plötzlich vermissen wir die Kontakte zu sonst „schwierigen“ Kollegen. Den Gang zum Abendessen in ein Restaurant. Der Treff mit Freunden in gemütlicher Runde. Den Einkaufsbummel, den Friseur, das Massagestudio oder den Sportverein. Viele Menschen wünschen sich endlich eine Rückkehr zum „normalen“ Leben.

Wollen wir wirklich das „normale“ Leben zurück?

Ist es nicht so, dass wir dann wieder losstarten um all das nachzuholen, worauf wir in den Corona-Einschränkungen verzichten mussten? Ist es nicht nur eine Frage der Zeit bis wir wieder in unserem alten Hamsterrad gefangen sind? Und sind wir dann nicht schon bald wieder unzufrieden? Also welchen Sinn macht es zum „normalen“ Leben zurückzukehren?

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Ich glaube, dass uns die Corona-Krise v.a. Wertschätzung gelehrt hat. Wie wichtig beispielsweise soziale Kontakte sind. Ich treffe jetzt viel mehr Menschen auf meinen Ausflügen in die Natur. Viele, von denen ich glaube, dass sie sich zuvor nie die Zeit dazu genommen haben. Und so kommen auch immer mehr Menschen der Natur immer näher. Während einige Menschen ihre Vorratskammern füllen, werden andere Menschen jetzt wieder (!) kreativ. Sie kommen plötzlich auf tolle Ideen wie man bestimmte Dinge oder Nahrungsmittel ersetzen kann, wenn man sie nicht mehr zu kaufen bekommt. Wir lernen immer deutlicher, wie kostbar unsere Freiheit ist nachdem sie so stark eingeschränkt wurde.



Während die Einen immer unruhiger werden, weil Vieles, was bisher ihr Lebensinhalt war, jetzt weggebrochen ist – freuen sich die Anderen über mehr Ruhe in ihrem Alltag mit weniger Terminen.

Viele Menschen nutzen jetzt die Zeit einmal den Blick nach innen zu wenden. Weg von all dem äußeren Materialismus. Und so entdecken sie immer mehr ihre eigene Persönlichkeit. Was erwarte ich wirklich vom Leben und was kann ich tun damit meine Wünsche auch in Erfüllung gehen? Sie spüren Veränderung. Und das gehört, glaube ich auch zu den Erfahrungen dieses Jahrzehnts. Schlüsselbegriffe wie Achtsamkeit und Wertschätzung gewinnen jetzt zwingend (!) mehr an Bedeutung. Die Menschheit hat diese Schlüsselbegriffe in den letzten Jahrhunderten immer mehr aus dem Alltag verbannt. Daher fühlen sich viele Menschen nun davon bedrängt und Ängste oder Unruhe kommen in ihnen auf. Es liegt was in der Luft, das kann wohl jeder spüren.



Anregungen für die Zeit mit und nach der Coronakrise

Ich hoffe und glaube, dass sich unser Konsumverhalten verändern wird. Dass gerade luxusorientierte Menschen mehr Wert auf soziale Akzeptanz statt auf die neuesten Statussymbole legen.

Persönlichkeitsentwicklung sowie Achtsamkeit und Wertschätzung werden nun immer wichtiger. Je nachdem inwieweit man sich bereits damit beschäftigt hat, fällt es dem Einen leichter, dem Anderen etwas schwerer. Aber mit jedem Blick den wir nach innen richten, lernen wir uns selbst immer besser kennen. Lassen die Wirbelstürme im Außen nicht an uns herankommen. Glauben wir nicht alles, was uns vorgegeben wird. Werden wir Einiges jetzt doch mehr hinterfragen (wenn nicht sogar ALLES) und schließlich immer mehr unseren eigenen Gefühlen vertrauen.

Wir müssen nicht unser ganzes Leben umkrempeln um Veränderung herbei zu führen.

Was sich bisher bewährt hat sollte auch Bestand haben. Veränderung sollte mit einem Umdenken jedes Einzelnen von uns einhergehen. Mal einen Schritt zurücktreten und sich z.B. einmal mehr auf seinen Atem besinnen. Siehe dazu auch meine Artikel Meditation lernen und Atempause. Entspannungsübungen wie Yoga, Taiqi oder Qigong geben uns die Möglichkeit aus unserem Kopf (dem umständlichen Verstand, dem Ego) herauszukommen. Sie ermöglichen uns unseren Körper wieder wirklich zu spüren. Somit finden wir auch Zugang zu unseren eigentlichen Gefühlen.



Leider dürfen ausgerechnet jetzt – wo es so wichtig wäre für viele Menschen – solche Kurse nicht stattfinden. So ja auch meine Eigenen. Bis dahin ist jeder selbst aufgefordert an sich zu arbeiten. Ich werde versuchen immer mehr Beiträge v.a. in die Kategorie „Entspannung“ hinzu zufügen. So kann ich Euch ein wenig unterstützen.

Lasst uns auf jeden Fall nicht ins „Alte Muster“ zurückfallen und in den unzufriedenen Alltag. Ja es wird sich Vieles verändern. Aber wir werden lernen uns diesen Veränderungen anzupassen und sie vielleicht sogar mitzugestalten.

Was glaubst Du können wir aus der Krise noch lernen? Ich freue mich über Deine Kommentare und Anregungen. Bleibe gesund und mutig!

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