
Die Welt ist nicht so wie Du sie wahrnimmst
Die Welt ist nicht so, wie Du sie wahrnimmst. Häh?…
Oh, das muss Dich nicht erschrecken, aber es kann Dich für Vieles mehr öffnen und ein Stück weit gelassener in die Welt blicken lassen.
Unsere fünf Sinne der Wahrnehmung
Wie Du weißt, nehmen wir mit unseren fünf Sinnen wahr (Hören, Schmecken, Tasten, Riechen und Sehen). Aber echte Wahrnehmung passiert nur dann, wenn sie kognitiv in unserem Gehirn verarbeitet wird.
Das wiederum ist abhängig von unserem Denken. Wie denke ich über mich selbst, über meine Umwelt, über andere Menschen. Die kognitive Verarbeitung in unserem Hirn bezieht sich auf „abgespeichertes“ Vergangenes, bereits Erlebtes sowie persönlichen Glaubenssätzen und Konditionierungen.
Unser Gehirn ist da sehr kreativ. Nehmen wir z.B. die Augen: 80% unserer Wahrnehmungen geschehen über die Augen. Elektromagnetische Lichtreize treffen auf unser Auge – werden dann in elektrische Signale umgewandelt und über den Sehnerv an unser Zwischenhirn (Sehzentrum) gesandt. Hier vergleicht unser Hirn mit Objekten, abgespeicherten Bildern, Situationen und Emotionen. Erst jetzt entsteht das Bild (!) Das geschieht natürlich innerhalb von Bruchteilen von Sekunden.
Forscher suchen nach Informations-Areal
Nun haben sich Gehirnforscher daran gemacht, ein Areal im Gehirn zu finden, in welchem man diese Informationen findet. Das betrifft übrigens nicht nur die Augen. Auch mit den Ohren und dem Geschmackssinn verläuft die Wahrnehmung ähnlich.

Die Forscher suchten also nach einem Areal, wo sie eventuell die abgespeicherten Emotionen, die Tasse (die du siehst, das Objekt also), die Erinnerung an eine vergangene Situation o.ä… finden.
Und hier kommt das vielleicht für Dich Verblüffende:
Die Forscher haben kein solches Areal im Gehirn gefunden…
Mach mal hier ruhig eine kurze Atempause…
Es gibt also kein Areal in Deinem Gehirn, wo man den gestrigen Tag finden könnte. Kein Areal, wo man ein Geschmack finden könnte. Kein Areal, wo man schmerzliche Erinnerungen finden könnte.
Wo sind meine Erinnerungen?
Es muss also außerhalb von unserem Kopf etwas geben, worauf unser Unterbewusstsein zugreift.
Nennen wir es mal ein „Feld“ um uns herum. Wir können es nicht sehen oder anfassen. Aber, wie eine schlechte Angewohnheit greift unser Gehirn darauf zu.
Was fange ich nun an mit diesem Wissen?
Nun, wenn Du darüber mal sinnierst, wird Dir vielleicht jetzt noch klarer, welche Macht Deine Gedanken haben. Also prüfe Deine Gedanken!
Hier verweise ich auf ein, nicht unbekanntes Zitat:
Achte auf Deine Gedanke, denn sie werden zu einem Gefühl!
Achte auf Deine Gedanke, denn sie werden zu einem Gefühl!
Achte auf Deine Gefühle, denn sie werden zu Deinen Worten!
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Deinen Handlungen!
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Deinen Gewohnheiten!
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden zu Deinem Charakter!
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal!
Setze Dich am Tage ruhig mal fünf Minuten hin und beobachte mal, was Du so denkst. Wenn Du das immer wieder übst, fällt es Dir auch im Alltag leicht Gedanken zu beobachten und sie eventuell zu korrigieren.
Unser Verstand braucht immer logische Erklärungen
sowie Beweise und Statistiken. Genau diese gibt es hier nicht für ihn. Wenn Du jedoch aus Deinem Verstand (Kopf) hineinkommst in Dein fühlendes Herz, wirst Du nach und nach verstehen, wie nutzlos Dein Denken ist.
Selbstverständlich wird Dein Denken in dieser Welt als Mensch auch ab und zu ziemlich notwendig. Ich „denke“, Du verstehst schon, wie das gemeint ist.
Jegliche Gedanken an die Vergangenheit bringen Dich nicht weiter, sondern lassen Dein ganzes Sein auch in der Vergangenheit. Und jegliche Gedanken an die Zukunft verschaffen Dir Sorgen.
Also bleibe im gegenwärtigen Moment und erlebe diesen auch. Prüfe Dich immer und immer wieder, welche Informationen Du in dieses „Feld“ gibst.
Feld der unendlichen Möglichkeiten
Du siehst, jeder Mensch nimmt, genau aus diesem Grund, die Welt unterschiedlich wahr. Wir sind alle sehr individuell und das ist gut so.
In punkto Wahrnehmung kommt jedoch noch eine Komponente hinzu: Und zwar die Kapazität der Aufnahmefähigkeit unserer Augen und Ohren.
Wir sehen und hören nur 1% dessen was möglich ist
So sehen wir mit unseren Augen beispielsweise nur einen verschwindend winzigen Teil, von dem was tatsächlich an Licht auf die Erde trifft. Im unteren Diagramm wird das gut verdeutlicht.

Auch unsere Ohren nehmen nicht den gesamten Frequenzbereich, der existiert, wahr. Auch hier habe ich mal eine Grafik für Dich.

Was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, ist also ziemlich begrenzt.
Unser Auge vs. Gehirn wird auch getäuscht
Hier habe ich mal ein paar Beispiele für optische Täuschungen. (Das Internet ist voll davon, wenn Du noch mehr Beispiele anschauen möchtest.)


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Auf einem Blatt sind jeweils zwei Bilder zu erkennen. Bestimmt kannst Du beide Bilder finden. Aber versuche auch mal, ob Du beide Bilder gleichzeitig sehen kannst. Es wird Dir nicht gelingen oder nur mit sehr viel Übung. Hier ist es auch wieder unser Verstand vs. Gehirn, welches gelernt hat, dass nicht Beides auf einmal auf einem Bild sein kann.

In Deutschland gibt es einige „Museen der Illusion“. So z.B. in Hamburg, Berlin, Stuttgart oder Usedom. Ein Besuch lohnt sich. Hier wird uns die Illusion der Welt, unsere beschränkte Wahrnehmung auf interessante Weise gezeigt.
Fazit:
Wir brauchen nicht alle elektromagnetischen Lichtreize wahrnehmen, das würde unseren Organismus völlig überfordern.
Aber wir können lernen immer achtsamer in unserem Denken, Sprechen und Handeln zu werden. So können wir immer mehr von dem Erkennen, was uns eigentlich ausmacht. Glaubensätze und Jahrtausende alte Konditionierungen aufdecken.
Um unsere Wahrnehmungen zu verändern oder zu erweitern, müssen wir unser Gehirn regelrecht um-trainieren. Das können wir auch tun, indem wir immer wieder kleine Neuerungen versuchen und das Gewohnte öfter mal verlassen. Hier ein paar Beispiele
* Mal einen anderen Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nehmen.
*Wenn Du die Hände verschränkst, dann verrücke doch mal einen Finger weiter. Fühlt sich im ersten Moment vielleicht komisch an.
*Oder verschränke mal jetzt spontan deine Arme vor Deiner Brust… Und dann tue es mal andersherum.
*Mach einfach mal etwas anderes, als wie Du es gewohnt bist. So gewöhnt sich das Gehirn besser an Unvorhergesehenem.
*Vielleicht probierst Du mal ein Spiel, eine Sportart, eine Gegend aus, welche/s Du noch gar nicht kennst.
*Achte v.a. darauf, mit welchen Gedanken Du morgens aufstehst. Hier hilft dir z.B. die Morgenmeditation (im kostenlosen Download) und der dazu passende Blogartikel „Der gute Start in den Tag“

Und so füllen wir dieses unbekannte „Feld“ mit Positivität.
Nicht nur für uns selbst, sondern für die ganze Menschheit.
Jeder Einzelne kann dazu beitragen.
Alles Liebe für Dich
Deine Ines
Bilder auf diesem Blogartikel von OpenClipart-Vectors und djedj